FRAGE 04 / 123 · Kosten & Förderung

Was kostet ein E-Auto wirklich – und was kosten 100 Kilometer?

Energiekosten verstehen und den gesamten Autobesitz fair vergleichen.

Taschenrechner, Notizbuch und kleines Modellauto auf einem Holztisch. KI-generiertes Symbolbild.
KI-generiertes Symbolbild · Bildnachweise

DIE KURZE ANTWORT

Ob ein Elektroauto insgesamt günstiger ist, hängt besonders von Kaufpreis, Wertverlust, Fahrleistung und deinem Ladestrommix ab. Die Energiekosten allein berechnest du mit bezogenen Kilowattstunden je 100 Kilometer mal Strompreis. Wer nur den Haushaltsstrompreis mit dem Benzinpreis vergleicht, lässt öffentliche Tarife und die übrigen Fahrzeugkosten außen vor.

Rechne mit Strom vom Zähler

Für die Stromrechnung zählt die aus dem Netz bezogene Energie einschließlich Ladeverlusten. Ein im Auto angezeigter Fahrverbrauch kann davon abweichen. Verwende deshalb möglichst Werte, deren Messgrundlage klar ist. Wenn dein Verbrauchswert Verluste bereits enthält, addiere sie kein zweites Mal. Mische für eine Jahresrechnung deine Ladeorte nach ihrem Energieanteil, nicht nach der Anzahl der Ladestopps.

Trenne Energie und Gesamtkosten

Zum Autobesitz gehören neben Energie auch Anschaffung beziehungsweise Leasing, Wertverlust, Finanzierung, Versicherung, Wartung, Reifen, Steuern und gegebenenfalls eine Wallbox. Vergleiche ähnliche Fahrzeuge über denselben Zeitraum und dieselbe Kilometerleistung. Der günstigere Antrieb ergibt nicht automatisch das günstigere Gesamtfahrzeug. Unser Kostenrechner hilft bei der Energiefrage; eine vollständige Wirtschaftlichkeitsberechnung ersetzt er nicht.

FÜR DEINEN ALLTAG

Ein bewusst einfaches Rechenbeispiel

Angenommene Werte, keine aktuellen Marktpreise: 20 kWh Strombezug je 100 km × 0,35 €/kWh ergeben 7,00 €/100 km. Bei 15.000 km sind das 1.050 € pro Jahr. 6,5 Liter × 1,80 €/Liter ergeben 11,70 €/100 km beziehungsweise 1.755 € jährlich. Die Differenz von 705 € betrifft ausschließlich Energie.

Mit eigenen Werten rechnen

Das nimmst du mit.

  • Strombezug einschließlich Verlusten verwenden.
  • Eigene Tarife statt Werbepreise einsetzen.
  • Kosten über gleiche Haltedauer vergleichen.
  • Energieersparnis ist keine Gesamtkostenersparnis.

Quellen & Recherche

Grundlage dieses Artikels sind die folgenden Verbraucher-, Fach- und Originalinformationen. Rechenbeispiele sind eigene Modellrechnungen mit den jeweils genannten Annahmen.

  1. ADAC: Kostenvergleich Elektroauto und Verbrenner ↗
  2. ADAC: Messungen zu Ladeverlusten ↗

Recherche: 7. November 2026. Inhalte können sich ändern; maßgeblich sind aktuelle Hersteller-, Anbieter- und Behördenangaben für deinen konkreten Fall. Redaktionelle Arbeitsweise.

NW
Ein Ratgeber von Norbert Wielage

Verständliche Orientierung für den Einstieg. Mit KI-Unterstützung erstellt, auf Basis der verlinkten Quellen. Keine eigenen Messungen oder Fahrzeugtests.

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